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Zürcher Wirt stellt Gäste an den Pranger: «Du stellst mich öffentlich an den Pranger, dann mache ich das Gleiche»

Im Januar 2023 begann Dirk Luttmann (56), Betreiber des Bergrestaurants Uto Staffel auf dem Uetliberg bei Zürich, einen ungewöhnlichen Kampf: Er glich negative Google-Bewertungen mit den Reservierungsdaten des Tages ab, googelte die identifizierten Namen — und veröffentlichte Arbeitgeber, Adressen und Telefonnummern in seinen Antworten.

«Du stellst mich öffentlich an den Pranger, dann mache ich das Gleiche.»

— Dirk Luttmann, watson.ch

Die Datenschutzdebatte

Die Datenschutzexpertin Ursula Uttinger stellte klar: Eine «unfaire» Bewertung ist kein Freipass, um Namen und Telefonnummern zu veröffentlichen. Nicolas Kern (Präsident Gastro Stadt Zürich) kritisierte: Konflikte mit Gästen sollten nicht öffentlich, sondern im persönlichen Dialog ausgetragen werden.

Luttmann lenkte ein: «Ich werde keine persönlichen Daten mit Telefonnummern mehr publizieren.»

Was dieser Fall zeigt

Luttmanns Methode war rechtlich problematisch — aber sie entstand aus derselben Frustration, die alle Gastronomen teilen: Anonyme können ungestraft schaden, der Angegriffene hat keine Mittel. Ein System, das den Angreifer schützt und den Angegriffenen bestraft, provoziert solche Eskalationen.

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